Wie sind Gewährleistungsansprüche beim Hundekauf geregelt? Zwar gelten Tiere nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch nicht als Sachen, gleichzeitig bestimmt das BGB jedoch, dass auf sie grundsätzlich die für Sachen geltenden Vorschriften anzuwenden sind. Rein rechtlich betrachtet macht es daher keinen Unterschied, ob man ein Auto, einen Computer oder einen Hund kauft oder verkauft. Wie bei allen Kaufverträgen haben auch die Käufer von Hunden einen Anspruch darauf, dass der Hund frei von Mängeln übergeben wird. Will der künftige Hundebesitzer später züchten oder einen bestimmten Hundesport betreiben, dann muss der verkaufte Hund auch dazu geeignet sein. Beim Verkauf eines Welpen kann aber nur schwer garantiert werden, dass dieser Zucht- und Leistungsfähigkeit erlangen wird. Der Züchter ist deshalb gut beraten, im Kaufvertrag die Gewährleistung für solche Fähigkeiten auszuschließen. Die gesetzlichen Vorschriften passen aber nicht wirklich zum Wesen der sich unter den unterschiedlichen Haltungsbedingungen verändernden Tiere und stellen insbesondere für „Hobbyzüchter“ eine besondere Herausforderung dar, wenn sie mit ihrer Zucht als gewerbsmäßige Anbieter und damit als Unternehmer angesehen werden. Das kann möglicherweise schon dann der Fall sein, wenn sie regelmäßig Welpen anbieten und in Vereinszeitschriften oder auf ihrer eigenen Homepage für ihre Welpen werben. In diesen Fällen können Gewährleistungsansprüche vom Züchter nicht generell ausgeschlossen werden. Ganz allgemein sind Gewährleistungsansprüche beim Hundekauf rechtlich oft sehr schwierig zu beurteilen. Wird in einem solchen Fall keine gütliche Einigung erzielt, entwickeln sich oft langwierige Rechtsstreite, deren Ausgang stets von den Umständen des Einzelfalls und der Beweisbarkeit abhängen werden.
Worauf sollte ich achten, wenn ich einen Deutschen Schäferhund kaufe? Der Welpe sollte eine SV-Ahnentafel haben (auch "SV-Papiere" genannt). Dieses Rassechtheitszertifikat gewährleistet über Generationen, dass die Nachkommen des neuen "Familienmitglieds" den strengen Kriterien und der Zuchtordnung des SV in Bezug auf Gesundheit und Ausbildung entsprechen. Viele Züchter haben sich in der Richtung "Leistung" oder "Zucht" orientiert. Es ist auf jeden Fall vorstellbar, dass ein Hund aus Leistungs- oder Arbeitslinien, die über Generationen etabliert sind, eine höhere Arbeitsbereitschaft zeigt, aber verbunden damit ist auch ein erfahrener Eigentümer. Die lizenzierten Zuchtwarte in den SV-Ortsgruppen beraten Sie bei der Suche nach dem richtigen Züchter.
Was ist eine Ahnentafel/Rasseechtheitszertifikat? Wie weit lässt sich die Abstammung zurückverfolgen? Wer garantiert die Abstammung? Das Rasse-Echtheitszertifikat eines Hundes weist dessen Abstammung über 4 Generationen, also bis in die Generation der Ururgroßeltern des Hundes nach. Es gibt Auskunft über die Qualität der aufgeführten Tiere, wie z.B. Leistungsnachweise, Informationen über Farbe, Haarart, Ausbildungs-, Ausstellungs- und Körergebnisse der Vorfahren und deren Geschwister. Ein Rasseechtheitszertifikat wird nur von einem FCI und VDH anerkannten Verein wie z.B. dem SV ausgestellt. Das Rasseechtheitszertifikat ist Eigentum des SV und der Verein garantiert die Korrektheit der darin befindlichen Angaben.
In welchem Alter werden die Welpen abgegeben? Frühestens mit 8 Wochen darf ein Schäferhundwelpe seine Kinderstube verlassen und vom Züchter an den neuen Besitzer abgegeben werden. Der Welpe ist zu diesem Zeitpunkt vom Tierarzt oder dem ID-Beauftragten des SV an der linken Halsseite gechippt worden und nun zweifelsfrei mit einem Chiplesegerät zu identifizieren. Die Chipnummer befindet sich im Impfpass und der SV-Ahnentafel. Auch eine Blutprobe wurde entnommen und in einem Speziallabor gelagert. Sie bietet dem Besitzer jederzeit die Möglichkeit, eine DNA-Auswertung vornehmen zu lassen.
Worum geht es bei der Forderung nach einem, „Heimtierzuchtgesetz“? Ein Heimtierzuchtgesetz wird zunehmend besonders von Tierschützern gefordert. Hier sollen, ähnlich wie im Viehzuchtgesetz, bindende Regeln zur Zucht aufgestellt und Ämter/ Personen benannt werden, die das Befolgen der Regeln kontrollieren. Solche Regularien gibt es bereits in den VDH-anerkannten Zuchten. Das Heimtierzuchtgesetz soll in Zukunft aber auch nicht FCI-anerkannte Zuchten regulieren.
Was bedeutet Genotyp / Phänotyp? Der gesamte Erbanlagenbestand eines Lebewesens wird als Genotyp bezeichnet. Als Phänotyp bezeichnet man das Erscheinungsbild des Hundes, d.h. seine tatsächlichen körperlichen und mentalen Eigenschaften - unabhängig davon, ob sie vererbt oder erworben wurden. Der Phänotyp ist letztlich ein Ergebnis von Genotyp und Umwelt
Was besagt der Inzuchtkoeffizient? Der Inzuchtkoeffizient gibt die Wahrscheinlichkeit an, inwieweit herkunftsgleiche Gene an einem bestimmten Genort des Hundes auftreten können bzw. ob Homozygotie (Reinerbigkeit) aufgrund der herkunftsgleichen Abstammung der Gene besteht. Der Inzuchtkoeffizient ist umso größer, je näher die Elterntiere miteinander verwandt sind.
Herr Dr. Tellhelm, wie bewerten Sie die Effizienz des HD/ED Verfahrens im SV? Durch die schon lange durchgeführte phänotypische züchterische Selektion gegen HD ist es gelungen, die Häufigkeit der HD in der Population erheblich zu verringern. Allerdings muss man sich über zweierlei im Klaren sein: Zum einen hat die rein phänotypische Selektion, also die Auswahl der Zuchtpartner nach ihrem eigenen HD-Befund Grenzen, da dieser Befund nicht allein durch die Genetik beeinflusst wird. Vom HD-Befund lässt sich damit nicht zuverlässig auf die HD-Vererbung schließen. Zum anderen können wir nur Aussagen zu den Hunden treffen, von denen auch Röntgenaufnahmen zur Beurteilung eingeschickt wurden. Hier wird leider streng vorselektiert, sodass die Häufigkeit von HD in der gesamten DSH-Population deutlich höher liegen dürfte, als es die offizielle Statistik zeigt. Diese Informationslücke zum tatsächlichen Vorkommen der HD beim DSH behindert auch die züchterischen Maßnahmen. Je weniger Hunde mit ausgeprägter HD in der Population vorhanden sind, um so langsamer wird der Zuchtfortschritt, wenn man nur nach den HD-Befunden die Zuchtpartner zusammenstellt, also phänotypisch selektiert. Deshalb hat sich der SV entschlossen, 1999 die Zuchtwertschätzung für die HD einzuführen. Da die Zuchtwertschätzung auch Verwandteninformationen berücksichtigtund auf Umwelteinflüsse korrigiert, diese also „herausrechnet“, sagen Zuchtwerte mehr über die genetische Veranlagung eines Hundes für HD. Auf der Grundlage vonHD-Zuchtwerten lassen sich Paarungen damit besser planen als auf der Grundlage der HD-Befunde der Elterntiere. Die Verbesserung der HD-Situation war allerdings weniger deutlich als erhofft. Dazu trägt sicherlich auch ein Festhalten der Züchter an der Phänotypselektion und eine entsprechend geringe Nutzung der HD-Zuchtwerte zu Selektionszwecken bei. Wesentlicher dürfte aber die bereits angesprochene Tatsache sein, dass nur ein Teil aller Hunde überhaupt geröntgt wird und ein großer Teil der Hunde mit ungünstigem HD-Befund nicht zur Begutachtung kommt. Wenn für die Zuchtwertschätzung nur oder überwiegend vorteilhafte Informationen zur Verfügung stehen, können genetische Unterschiede nur schwer und nicht mit der erforderlichen Zuverlässigkeit ermittelt werden. Wenn mehr HD-Informationen bereitgestellt würden, hätten wir höhere Zuchtwertsicherheiten und könnten zuverlässiger gegen die HD selektieren. Der Verlauf der HD-Häufigkeit seit 1968 wurde vom Vereinszuchtwart, Herrn Quoll, in der SV-Zeitung von September 2013 sehr eindrücklich in Graphiken gezeigt.
Wie groß ist das HD/ED Problem beim Deutschen Schäferhund? Wie liegt der Deutsche Schäferhund im Rasse-Ranking der HD-Befunde? Nach den offiziellen Statistiken der GRSK liegt die Häufigkeit der HD (C/noch zugelassen, D/mittlere und E/schwere HD) beim DSH mit etwa 8% in der Größenordnung wie beim Dobermann, ist geringer als bei Golden und Labrador Retrievern und Rottweilern, aber höher als bei Malinois, Schnauzern und Rhodesian Ridgeback. Bei all diesen Zahlen kann man jedoch nicht davon ausgehen, dass sie der HD-Frequenz in der gesamten Population der jeweiligen Rasse entsprechen. Die oben schon erwähnte Vorselektion beim Einschicken der Röntgenbilder wird aber vermutlich bei kaum einer anderen Rasse so konsequent durchgeführt wie beim DSH. Auswertungen von nicht vorselektierten HD Aufnahmen von DSH lassen darauf schließen, dass die HD-Frequenz in der gesamten Population wahrscheinlich bei mindestens 25% liegt. Bei der ED stellt sich die Situation mit einer ED-Frequenz (ED 1/noch zugelassen, ED 2/mittlere ED, ED 3/schwere ED) von etwa 9 % in der offiziellen Statistik ähnlich gut dar wie bei der HD. Und hier kann man davon ausgehen,dass diese Zahlen einigermaßen realistisch sind. Wegen der schwierigeren Diagnostik kommt eine Vorselektion deutlich weniger zum Tragen als bei der HD. Die Häufigkeit von ED liegt etwa im Bereiche der Retriever und ist etwas niedriger als z. B. beim Rottweiler. Beim DSH besteht eine geringe Tendenz zur Verringerung der ED-Häufigkeit. Eine Beschleunigung des Zuchtfortschritts wird bei der ED dadurch erschwert, dass unter dem Begriff ED drei verschiedene Erkrankungen (isolierter Processus anconaeus, IPA; fragmentierter Processus coronoideus medialis ulnae, FCP; Osteochondrosis dissecans des Ellenbogengelenkes, OCD) zusammengefasst werden, die unterschiedlich vererbt werden. Zur Verbesserung des Zuchterfolges sollte eine Zuchtwertschätzung geprüft werden, bei der die verschiedenen Erkrankungen einzeln berücksichtigt und unterschiedlich gewichtet werden. Wissenschaftliche Vorstudien hierzu sind bereits mit Unterstützung des SV durchgeführt worden.
Was halten Sie vom „warm-up und cool-down“ im Hundesport? Sorgfältige Vor- und Nachbereitung des Sporteinsatzes der Hunde sind ein unbedingtes „Muss“. Bei Sporthunden gelten dieselben Grundsätze, wie bei Leistungssportlern. Solche Maßnahmen dienen nicht nur als Schutz vor Muskelverletzungen, sondern eine optimal vorbereitete Muskulatur kann auch die Gelenke besser entlasten. Hochleistungen werden ja nicht nur im Sportbereich verlangt, auch ein langer Ausstellungstag mit den zahlreichen, wechselnden Anforderungen sollte gut vorbereitet sein. Selbstverständlich gilt das besonders bei Agility-Prüfungen, bei denen die Gelenke einer hohen Belastung ausgesetzt sind. Nur eine optimal trainierte und vorbereitete Muskulatur kann hier das Risiko von Verletzungen vermindern. Als problematisch sehe ich das lange Einholen im Schutzdienst an. Neben der Belastung der Halswirbelsäule werden besonders Hüftgelenke und die Verbindung Wirbelsäule - Becken stark beansprucht. Hier sollte man vielleicht mal überlegen, ob man den Zweck dieser Übung auch mit weniger spektakulären Abläufen, die zwar beim Publikum gut ankommen, die Gesundheit der Hunde aber gefährden, erreichen kann. Übungen über die Wand sind sicher ein wichtiger Bestandteil in der Ausbildung zu einem Gebrauchshund. Wegen der erheblichen Belastung von Hüfte und Wirbelsäule (Aufsprung) und Vorhand/Ellbogen (Landung) sollten diese Übungen im Training auf das absolut nötige Maß beschränkt und die Hunde entsprechend vorbereitet werden. Wie und in welchem Umfang „warm-up und cool-down“ durchgeführt werden müssen, hängt also vom sportlichen Einsatz ab. Das „Ob“ sollte nicht zur Diskussion stehen.
Gibt es gesetzliche Voraussetzungen für das Halten von Deutschen Schäferhunden? Hundehaltung ist grundsätzlich Ländersache. Gesetzliche Landesvorschriften, die das Halten eines Deutschen Schäferhundes von einer behördlichen Genehmigung abhängig machen, gibt es nicht. In manchen Bundesländern muss das Halten großer Hunde (i. d. R. über 40 cm Widerristhöhe oder mehr als 20 kg Gewicht) der zuständigen Behörde angezeigt werden. Unter Umständen ist dann auch ein Sachkundenachweis erforderlich. Über die in Ihrem Bundesland gültigen Bestimmungen erteilt Ihnen Ihr zuständiges Ordnungsamt aber gerne Auskunft. Und vergessen Sie nicht, Ihren Hund bei Ihrer Gemeinde zur Hundesteuer anzumelden! Die Bemessung der Hundesteuer wie auch die Festlegung von Voraussetzungen für mögliche Ermäßigungen in Sachen Hundesteuer ist den Kommunen überlassen und deshalb vielerorts unterschiedlich geregelt. Manche Gemeinden gewähren beispielsweise eine Ermäßigung für Hunde, die eine Begleithundprüfung nachweisen können. Am besten erkundigen Sie sich hier bei Ihrer Gemeinde.
Benötige ich für den Erwerb/Verkauf eines Deutschen Schäferhundes die Mitgliedschaft im SV Für den Kauf eines DSH ist keine Mitgliedschaft im Verein für Deutsche Schäferhunde (SV) e.V. erforderlich. Ein gemeinsamer Gedanken- und Erfahrungsaustausch mit anderen Schäferhundbesitzern, sowie die gemeinsame Ausbildung der Hunde in einer SV-Ortsgruppe macht aber viel Spaß. Wir laden Sie daher ein, sich gemeinsam mit Ihrem Vierbeiner dem größten Rassezuchtverein der Welt anzuschließen. Herzlich willkommen im SV!
Wie finde ich einen Züchter bei dem ich gut beraten werde? Die lizenzierten Zuchtwarte in den SV-Ortsgruppen sind die Fachleute vor Ort und stehen beratend zur Seite, wenn es gilt einen passenden Züchter zu finden. Sie sind darüber informiert, wo ein Wurf in der näheren Umgebung geboren wurde oder bei welchem Züchter demnächst Welpen erwartet werden.
Wo liegen die Ursachen für Probleme mit dem isolierten Processus anconaeus (IPA) und der Fragmentierung des Processus coronoideus medialis ulnae (FCP)? Was sollte ich als Welpenbesitzer beachten, um solche Schäden zu vermeiden? Generell muss man davon ausgehen, dass die genetische Veranlagung eines Hundes in den meisten Fällenausschlaggebend für das Auftreten von HD und ED ist. Umwelteinflüsse, wie fehlerhafte Fütterung und zu hohe oder auch zu geringe Belastung haben bei genetisch veranlagten Hunden einen gewissen Einfluss, und können den Grad der Erkrankungen verstärken.Das gilt für die verschiedenen Formen der ED genausowie für die HD. Insbesondere der Einfluss der Fütterung wird vielfach überbewertet. In jedem Fall sollteman bei jungen Hunden beim Auftreten einer Lahmheit, bei der sich der Schmerz im Ellbogen lokalisierenlässt, eine Röntgenuntersuchung der Gelenke vornehmen lassen. Das passiert ja häufiger im Alter von 4 – 7 Monaten. Zu diesem Zeitpunkt kann man oft schonHinweise finden, ob eine der ED-Erkrankungen vorliegt und dann entsprechende Maßnahmen einleiten. Leider werden Lahmheiten in diesem Alter manchmal ohne Röntgenuntersuchung als „Wachstumsschmerz“bagatellisiert, und es werden keine weiteren Untersuchungen durchgeführt. Damit bleibt dann auch die Chance zum frühzeitigen Eingreifen ungenutzt - zum Schaden des Hundes.
Beim Deutschen Schäferhund gibt es teilweise frühe Degenerationen der Bandscheibe. Dies hat Auswirkungen auf die Häufigkeit des Cauda-equina-Syndrom. Gibt es prophylaktische Untersuchungen? Bei einer Röntgenuntersuchung kann man zwar anatomische Veränderungen erkennen, die ein Cauda equina Syndrom (CES) begünstigen können; das entscheidende Kriterium, den Zustand der Bandscheibe, kann man röntgenologisch aber nicht abklären. Die einzige Möglichkeit, eine Degeneration einer Bandscheibe zu erkennen, ist die Kernspintomographie/MRT. Eine solche Untersuchung macht aus meiner Sichtallerdings nur Sinn, wenn neurologische Befunde vorliegen, die für CES sprechen. Die Untersuchung ist aufwendig (Narkose) und teuer, sodass sie ohne begründeten Verdacht wohl nur bei Hunden infrage kommt, bei denen eine zeitaufwendige und mit hohen Kosten verbundene Ausbildung geplant ist. In diesen Fällen können ihre Ergebnisse die Entscheidung für die weitere Verwendung unterstützen, und es können gegebenen falls vorbeugende Maßnahmen bei betroffenen Hunden eingeleitet werden.
Wie steht der SV zum E-Gerät? Was unternimmt der Verein für Deutsche Schäferhunde (SV) e.V. gegen die Verwendung von Teletaktgeräten? Gibt es ein Programm, um moderne Trainingsmethoden in allen SV Ortsgruppen einzuführen? Die Verwendung elektrischer Telereizgeräte zur Hundeausbildung ist in Deutschland nach dem Tierschutzgesetz verboten und demzufolge auch auf allen Übungsplätzen des SV unzulässig. Bei Zuwiderhandlung droht der Ausschluss aus dem SV. Die Ausbildung in den Ortsgruppen findet ausnahmslos nach zeitgemäßen, art- und tierschutzgerechten Trainingsmethoden statt. Dazu werden die Übungsleiter in entsprechenden Lehrgängen des SV ausgebildet. Nur lizenzierte Übungsleiter dürfen das verantwortungsvolle Amt des Ausbildungswartes in den SV-Ortsgruppen ausüben. Sie sind verpflichtet, regelmäßig an Fortbildungsmaßnahmen teilzunehmen.
Wo finde ich Hilfe in Erziehungsfragen? Ich möchte meinem Hund nur den Grundgehorsam beibringen. Bietet der SV dafür Möglichkeiten? Bietet der SV auch Welpengruppen an? Muss ich einen Deutschen Schäferhund unbedingt ausbilden? Hilfe in allen Erziehungsfragen finden Sie in den zahlreichen Ortsgruppen des SV, die über qualifiziert ausgebildete lizenzierte Übungsleiter verfügen. Zusätzlich hat der SV einige Ortsgruppen besonders zertifiziert. In allen Ortsgruppen besteht die Möglichkeit, ihrem Hund den Grundgehorsam beizubringen. Das beginnt in der Regel in speziellen Welpengruppen. Man muss zwar keinen Deutschen Schäferhund ausbilden, jedoch sollte in der heutigen Gesellschaft jeder Hund einen Grundgehorsam mit einer entsprechenden Umweltverträglichkeit besitzen.
Verfügt der SV über eine eigene Rettungshundestaffel? Der Rettungshundesport wird im SV immer beliebter, über eine eigene Rettungshundestaffel verfügt der Verein allerdings nicht. Beim Rettungshundesport werden die einzelnen Bereiche der Rettungshundeausbildung, egal ob Trümmerfeldsuche, Flächensuche oder Lawinensuche abgefragt und nach sportlich vergleichenden Punkten bewertet. Wer darüber hinaus sich mit seinem Hund in einer Rettungshundestaffel engagieren möchte, kann sich nach der Ausbildung seines Hundes zusätzlich mit entsprechenden Katastrophenschutz-Organisationen in Verbindung setzen.
Wann beginne ich sinnvollerweise mit der Ausbildung? Die Erziehung und damit auch die Ausbildung fangen mit dem Kauf des Welpen an. Ab diesem Zeitpunkt sollte der Schäferhundwelpe altersgerecht gefördert werden. Hierbei gilt: „was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr“, wobei Überforderung unbedingt vermieden werden soll. Lizenzierte Übungsleiter stehen den Welpenbesitzern in den rund 2.000 Ortsgruppen des SV zu allen Fragen der Ausbildung mit Rat und Tat zur Verfügung.
Wird der DSH im Schutzdienst „scharf“ gemacht (macht Schutzdienst aggressiv)? Beißen Schutzhunde vermehrt und sind sie häufiger in Unfälle verwickelt? Diese Frage kann mit einem deutlichen NEIN beantwortet werden. Genau wie wir Menschen uns bei Stresssituationen sportlich betätigen und „auspowern“, müssen sich auch Hunde körperlich betätigen. Im Schutzdienst können die Hunde ihren angestauten Stress und ihre Aggressionen abbauen. Zusätzlich lernen die Hunde, selbst in Stress- und Reizsituationen Gehorsam zu zeigen.
Was ist die „Weltunion der Vereine für Deutsche Schäferhunde“? Wie groß ist die WUSV? Die Weltunion der Vereine für Deutsche Schäferhunde (WUSV) ist ein Zusammenschluss von Schäferhundvereinen weltweit. Gegründet 1974 ist die WUSV auf 86 Mitgliedsvereine in 78 Ländern angewachsen. Weltweit sind fast eine halbe Million Freunde und Liebhaber der Rasse Deutscher Schäferhunde über die Schäferhundvereine ihrer Länder international zusammengeschlossen. Ihre Zentrale residiert unter einem Dach mit dem SV in Augsburg. Präsident der WUSV ist immer der jeweils amtierende Präsident des SV. Ihr Ziel: Einheitlicher Rassestandard, Abgleichung der Standpunkte und der Beurteilung Deutscher Schäferhunde in Zucht und Leistung, Klärung offener Fragen über Zucht und Ausbildung, Aufzucht und Haltung sowie die Bekämpfung von Erbkrankheiten.
Kann ich mit einem fremdrassigen Hund oder einem Hund ohne Papiere im SV Sport machen? Natürlich können Sie auch mit fremdrassigen Hunden oder Hunden ohne Papiere im SV Hundesport betreiben. Nur sind für die Teilnahme an überregionalen Veranstaltungen des SV entsprechende Zulassungsbestimmungen zu beachten.
Welche Sportarten mit dem Hund bietet der SV an? Neben den „klassischen“ Sportarten Leistungshüten, Ausstellung (Schau) und Schutzhundesport bietet der SV derzeit auch Agility, Rettungshundesport und Obedience an. Und auch neuen Sportarten mit dem Hund wird sich der Verein nicht verschließen.
Bis zu welchem Alter kann man mit dem Deutschen Schäferhund im Hundesport aktiv sein? Das hängt allein von der körperlichen Konstitution des Hundes ab. Auch im Alter will ein Deutscher Schäferhund beschäftigt werden, wobei natürlich darauf zu achten ist, dass der Hund nicht überbelastet wird.
Gibt es beim SV Förderprogramme für Jugendliche? Jugendarbeit wird groß geschrieben im SV: Um Jugendlichen im SV eine eigene Plattform zu bieten, wurden überregionale Veranstaltungen ins Leben gerufen, wie etwa die Jugend- und Juniorenmeisterschaften der Landesgruppen oder die Deutsche Jugend- und Juniorenmeisterschaft des SV. Im SV-Vorstand hat die Jugend einen eigenen Fürsprecher: den Vereinsjugendwart. Auch das gegenseitige Verstehen und Kennenlernen wird unterstützt: bei Ausflügen, Zeltlagern und Wettbewerben der Landes- und Ortsgruppen. Speziell gefördert werden Jugendliche beim „TopTen“-Wettbewerb des SV. Die aktivsten und erfolgreichsten jugendlichen Hundeführer aus den verschiedenen Sparten erwarten hier attraktive Preise. Aber die SV-Jugend blickt auch über den eigenen Verein hinaus: Die Aktion "Jugend hilft" ist eine bundesweite Aktion von SV-Jugendlichen für Jugendliche, denen es nicht so gut geht, und das sowohl außerhalb wie auch innerhalb unseres Vereins. Dabei sammelt die SV-Jugend bundesweit bei verschiedenen Veranstaltungen und Aktionen Geld, das dann einer Organisation oder Aktion für bedürftige Kinder oder Jugendliche gespendet wird.