Beim Deutschen Schäferhund gibt es teilweise frühe Degenerationen der Bandscheibe. Dies hat Auswirkungen auf die Häufigkeit des Cauda-equina-Syndrom. Gibt es prophylaktische Untersuchungen?

Bei einer Röntgenuntersuchung kann man zwar anato­mische Veränderungen erkennen, die ein Cauda equina Syndrom (CES) begünstigen können; das entscheiden­de Kriterium, den Zustand der Bandscheibe, kann man röntgenologisch aber nicht abklären.

Die einzige Möglichkeit, eine Degeneration einer Band­scheibe zu erkennen, ist die Kernspintomographie/MRT. Eine solche Untersuchung macht aus meiner Sichtallerdings nur Sinn, wenn neurologische Befunde vor­liegen, die für CES sprechen. Die Untersuchung ist auf­wendig (Narkose) und teuer, sodass sie ohne begründe­ten Verdacht wohl nur bei Hunden infrage kommt, bei denen eine zeitaufwendige und mit hohen Kosten ver­bundene Ausbildung geplant ist. In diesen Fällen kön­nen ihre Ergebnisse die Entscheidung für die weitere Verwendung unterstützen, und es können gegebenen­ falls vorbeugende Maßnahmen bei betroffenen Hunden eingeleitet werden.