Körung und planmäßige Zucht

Die Körung ist ausschließlich Tieren vorbehalten, die im Zuchtbuch des Verein für Deutsche Schäferhunde (SV) e.V. verzeichnet sind. Weitere Voraussetzungen sind in der Körordnung aufgeführt. Kranke Tiere und solche, die nicht durch ihre Tätowier-/Chipnummer identifiziert werden können, dürfen nicht zur Ankörung. Die Zuchttiere müssen belegen, dass sie nach Wesen, Leistung und Anatomie dazu befähigt sind, „in besonderem Maß zur Erhaltung und Förderung der Rasse“ zu dienen. Ein Körschein ist damit ein Prädikat, das ausschließlich von Körmeistern vergeben wird, die als Zuchtrichter beim SV besondere Dienste erbracht haben.

Am Anfang steht die Wesensprüfung

Der vierbeinige Kandidat muss sich bei der Wesensprüfung als unbefangen, nervenfest, selbstsicher und gutartig erweisen. Dazu wird er verschiedenen Reizsituationen ausgesetzt, deren Bewältigung seine Wesenszüge erkennen lässt. Zu jedem Zeitpunkt muss er von seinem Hundeführer kontrolliert werden können. Danach wird der Hund gemessen, gewogen und in Stand und Bewegung vom Körmeister beurteilt. Die Neuankörung und die Neuankörung nach Unterbrechung erfolgt auf die Dauer von zwei Jahren. Eine Körverbesserung verlängert nicht die ursprüngliche Kördauer. Im letzten Jahr vor Ablauf dieser Frist kann das Tier noch einmal zur Ankörung auf Lebenszeit vorgestellt werden. 

Etwa 3.000 – 4.000 Deutsche Schäferhunde gehen alljährlich in diese Prüfung. Alle vorgeführten Tiere werden einmal jährlich im Körbuch des SV veröffentlicht.