Alte Tradition: Hirte, Herde und die Hunde

Der Hütehund ist der treue Begleiter, Beschützer und Helfer des Hirten: Er treibt die Herde aus ihrem Pferch, weist sie in ihre Bahnen und begleitet sie zu ihrer Weide. Dort beschützt er die Tiere vor größeren Raubtieren, z.B. vor Füchsen oder Wölfen. Durch seine Schnelligkeit, Ausdauer und Lauffreude, ist der Hütehund bei Ausreißern sofort zur Stelle und kann Flurschäden durch die Herde verhindern, aber auch einzelne Tiere von der Herde separieren. Am Abend bringt er die Schafe sicher in ihren Pferch zurück.

Ausbildung zum Herdengebrauchshund

Nur selten sind Hütehunde – oder auch Herdengebrauchshunde (Fachausdruck) – heute noch im Einsatz zu sehen. Die Zahl der Schafherden, und somit auch der Bedarf an Hütehunden, sind in den vergangenen Jahrzehnten stark zurückgegangen. Umso wichtiger ist es, diese wertvolle Eigenschaft der Hunde zu wahren, damit sie in seinen Erbanlagen bei der Zucht nicht verloren geht.

Der Verein für Deutsche Schäferhunde fördert bewusst die Ausbildung zum Hütehund bzw. zum Herdengebrauchshund. Schon bei den ersten Großveranstaltungen des Vereins handelte es sich um Wettbewerbe im Leistungshüten, in denen sich unsere Mitglieder – damals viele Schäfer – mit ihren Hunden vergleichen konnten. Auch heute veranstaltet der Verein auf Landesgruppen-Ebene Wettbewerbe und einmal jährlich das Bundesleistungshüten, um den besten Herdengebrauchshund zu küren. Benotet werden die Genauigkeit beim Treiben der Schafe und beim Einpferchen, die Selbstständigkeit des Hütehundes und die Führung durch den Schäfer.